Der Skandal um die Moritomo-Grundschule (2)

Der Skandal um Moritomo Gakuen, ihren Vorsitzenden Yasunori Kagoike und die Verwicklungen der LDP um Shinzo Abe in die Sache geht in die nächste Runde. Wie es scheint, gibt es nicht nur Unstimmigkeiten in Bezug auf den Grundstückspreis der neu gebauten Grundschule, auch die Summen, die zwischen der Baufirma geflossen sind und die Moritomo Gakuen ausgegeben haben will, unterscheiden sich beträchtlich. Während Moritomo von Kosten in Höhe von etwa 2 Billionen Yen spricht, ist tatsächlich nur ein Drittel dieses Preises mit der Baufirma ausgemacht worden. Aufgrund der unklaren Lage hat der Gouverneur der Präfektur Osaka die Eröffnung der Schule erst einmal auf Eis gelegt. Er besteht auf einer weiteren Untersuchung und Aufklärung.

Zugleich lehnt die LDP die Forderung der Opposition ab, Herrn Kagoike als unvereidigten Zeugen im Parlament zu befragen. Ihrer Meinung nach ist es nicht angebracht, eine Privatperson, der zunächst kein Vergehen nachgewiesen worden ist, im Parlament zu verhören. Derweil hat selbst Premierminister Abe einräumen müssen, dass die Regierung nicht in der Lage ist, die Angelegenheit zufriedenstellend aufzuklären. Die Notwendigkeit einer umfassenden Klärung steigt mit dem nationalen Druck und dem zunehmenden internationale Interesse an der Geschichte.

Des Weiteren besteht die Opposition darauf, Verantwortliche des Finanzministeriums anzuhören, die in den Ablauf des Verkaufs involviert waren. Sie sollen erklären, wie es zu der Reduzierung des ursprünglich veranschlagten Grundstückspreises von etwa 956 Millionen Yen auf 134 Millionen Yen kommen konnte.

Auch die Rolle, die Akie Abe in dieser Sache spielt, wird weiter heftig debattiert. Während ihr Mann darauf besteht, dass sie als Privatperson den Kindergarten der Moritomo Gruppe besucht und dort eine Rede gehalten hat, stellen andere Politiker dies infrage, da sie dabei auch von Beamten der Regierung begleitet wurde. Außerdem wurde sie dort in ihrer Rolle als Frau des Premierministers angekündigt und dies kann durchaus als öffentliches Amt betrachtet werden.

http://www.japantimes.co.jp/news/2017/03/07/national/moritomo-gakuen-seen-telling-state-school-cost-three-times-build-claimed-contract/#.WL_JQWYiyUk

http://digital.asahi.com/articles/ASK374W4PK37UTFK00L.html?_requesturl=articles%2FASK374W4PK37UTFK00L.html&rm=779

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